So langsam nimmt die Debatte um die Bildungslücke doch Fahrt auf. Auf www.jenapolis.de finden sich schon einige, interessante Kommentare zum dort veröffentlichten Artikel. Highlight ist bisher ein Kommentar, den wir hier zusammenfassen und kommentieren wollen. Wenn schon mal 4 Kinder im Haus sind, sollen die sich doch wenigstens gleich nützlich machen und die Nachhilfe übernehmen. Das der 14jährige Sohn dem 7jährigen hilft wird wohl jeder einsehen. Aber der kann sich natürlich seinerseits beim ganz großen Bruder bedanken, indem er bei Stochastik- oder Physiklücken des 18jährigen schließt. So, oder so ähnlich stellen sich Verantwortliche der Kommunalpolitik Hausaufgabenhilfe der Zukunft vor.
Und wenn Das aus unerfindlichen Gründen nicht klappt (es soll ja auch Einzelkinder geben - was dann?) gründen wir halt eine Bürgerwehr.... äh...Nachbarschaftshilfe. Da können sich dann parallel zum örtlichen CanastaClub alle Nachhilfebedürftigen der Gegend einmal wöchentlich, unter fachkundiger Anleitung eines Elternteils, dass noch nach alter Rechtschreibung ausgebildet wurde, treffen und denjenigen Ermitteln, der die wenigsten "Fähler" macht.
Zurück zur Sache:
Was nützen solche Gruppen, wenn alle das gleiche Niveau haben.Wie viele Gynasiasten sind bereit, Schülern aus Haupt- oder Berufsschulen freiwillig Grundkenntnisse in Lesen, Schreiben oder Rechnen beizubringen. Das hat man sich früher einfach gemacht. Die Partei hats beschlossen und vorgeschrieben und hinterher haben sich alle auf die Schulter geklopft und Fahnen fürs Vaterland geschwenkt. - In der guten, alten Zeit.
Solange diese (politischen) Verhältnisse aber nicht wieder hergestellt sind, stellen sich folgende Fragen:
Vieviele Eltern kennen sich im Stoff ihrer Kinder jenseits von Lesen Lernen und Grundrechenarten so weit aus aus, dass sie nicht nur kontrollieren, sondern auch Wissen vermitteln können.
Wieviele Schüler lassen sich von den eigenen Eltern so motivieren, dass die entsprechenden Ergebnisse erzielt werden?
Sind die Eltern auf einem aktuellen Wissenstand?
Aus eigener Erfahrung: Fast niemand. Und Die, die das können brauchen uns nicht. Aber alle anderen. Und das sind genügend.
Mittwoch, 5. Januar 2011
Montag, 3. Januar 2011
Auf ein Neues in 2011!
Gänsebraten und Klöße sind verdaut, und lassen sich bereits auf den Hüften in Konturen erkennen. Höchste Zeit wieder aufs Gas zu treten und neue Dinge anzupacken.
Wenn da nicht immer einer auf die Bremse treten würde. Der Jugendausschuss der Stadt Jena hat eine Förderung der Bildungslücke mit dem Argument "keine kommerziellen Angebote fördern" zu können abgelehnt.
Also sitzen jetzt 80 Kinder zwischen allen Stühlen. Wirklich kommerzielle Angebote schlagen mit 80 - 100 € monatlich zu Buche - für fast alle unsere Familien viel zu viel.
Und eigentlich beweißt das doch nur eins: Anträge werden, wenn überhaupt nur sehr oberflächlich gelesen. Bereits im Gründungszweck des Vereins - und das betonen wir seither immer wieder - heißt es, dass wir ein ergänzendes Angebot sind, um gerade denen, denen es finanziell nicht so gut geht eben auch eine Heimat zu bieten.
Aber man einigt sich wohl wieder, 6 Theaterprojekte in einem Stadtteil durchzuführen und dafür einige tausend Euro auszugeben als uns eine echte Chance zu geben. Und da es sich um EU-Geld handelt tun solche Entscheidungen nicht mal weh.
Offensichtlich erstrahlt der Leuchtturm "Jena" so hell, dass einige geblendet werden.
Ich bin gespannt, was die kommenden Tage und Wochen noch so bringen.
Wenn da nicht immer einer auf die Bremse treten würde. Der Jugendausschuss der Stadt Jena hat eine Förderung der Bildungslücke mit dem Argument "keine kommerziellen Angebote fördern" zu können abgelehnt.
Also sitzen jetzt 80 Kinder zwischen allen Stühlen. Wirklich kommerzielle Angebote schlagen mit 80 - 100 € monatlich zu Buche - für fast alle unsere Familien viel zu viel.
Und eigentlich beweißt das doch nur eins: Anträge werden, wenn überhaupt nur sehr oberflächlich gelesen. Bereits im Gründungszweck des Vereins - und das betonen wir seither immer wieder - heißt es, dass wir ein ergänzendes Angebot sind, um gerade denen, denen es finanziell nicht so gut geht eben auch eine Heimat zu bieten.
Aber man einigt sich wohl wieder, 6 Theaterprojekte in einem Stadtteil durchzuführen und dafür einige tausend Euro auszugeben als uns eine echte Chance zu geben. Und da es sich um EU-Geld handelt tun solche Entscheidungen nicht mal weh.
Offensichtlich erstrahlt der Leuchtturm "Jena" so hell, dass einige geblendet werden.
Ich bin gespannt, was die kommenden Tage und Wochen noch so bringen.
Abonnieren
Posts (Atom)