Montag, 27. Dezember 2010

Bildungslücke goes blog!

Ab sofort werden wir an dieser Stelle Neuigkeiten aus der Welt der Bildung, sowie Infos und alltägliches aus der Bildungslücke Jena und der Stadtteilbibliothek Jena-Winzerla posten.
Doch vorab ein paar Worte zu uns:

Der Verein Bildungslücke e.V. aus Jena, der sich der außerschulischen Schließung ebensolcher verschrieben hat und zur Zeit rund 80 Schüler und Schülerinnen aller Schulformen betreut und seit 2006 eine Stadtteilbibliothek mit rund 600 Nutzern betreibt braucht Ihre Hilfe!
Seit 2002 gibt es uns und solange kämpfen wir bereits um eine Förderung durch die Stadt Jena. Mit ausschließlich ehrenamtlicher Arbeit konnte der Verein bisher nur am Leben gehalten werden weil Studium und andere Verpflichtungen zurückstanden. In den letzten Jahren ist der Verein so stark gewachsen, dass professionelle Strukturen geschaffen werden mussten. Doch dabei darf nie der Charakter und Gründungszweck des Vereins aus den Augen verloren werden. Kindern und Jugendlichen aus bildungsfernen und einkommensschwachen Familien nicht nur eine "Paukeinrichtung", sondern eine Zufluchtsstätte und Hilfestellung zu sein. In erster Linie natürlich bei schulischen Problemen, weswegen die meisten auch bei uns landen, aber auch bei allen anderen Problemen. So konnten in diesem Jahr gleich 5 Schüler in eine Ausbildung vermittelt werden, weil wir ein gutes Wort einlegen konnten, obwohl die Noten vielleicht nicht ausgereicht hätten. Am Ende zahlt sich das gezeigte Engagement und der überwundene Schweinehund eben doch aus.
Viel Wert legen wir auf eine intensive Betreuung zwischen Nachhilfementor (meist Studenten der Uni Jena) und Schüler. So ist unser Anliegen möglichst eine 1:1 Betreuung, da vorwiegend Schüler mit großen Lernhemmnissen und Problemen zu uns kommen. Obwohl Jena als "Leuchtturm" im Osten gilt, gibt es doch auch hier eine zweite Realität und die sieht eben 20jährige, die Märchen schlechter vorlesen als die meisten Vorschüler und Drittklässler, die nach Hause müssen, "wenn der Große Zeiger auf der schnecke ist" (Uhr mit Tierbildern), weil die Zahlen von 1- 10 nicht sitzen.

Wir sind und wollen auch keine Konkurrenz zu kommerziellen Nachhilfeangeboten oder der Schulsozialarbeit  sein, sondern eine Ergänzung für die, die sonst durch das Raster fallen. und da gibt es mehr als man so glaubt.
Leider sieht der Stadtrat der Stadt Jena für unsere Arbeit keinen Bedarf (bei rund 100 Wochenstunden Nachhilfe) und "kann" unsere Arbeit deshalb nicht finanziell unterstützen.
So ist mit dem Start in das Neue Jahr nicht nur die Nachhilfe, sondern der gesamte Verein Bildungslücke e.V. in seiner Existenz gefährdet.
Helfen Sie uns anderen zu helfen. Werden sie Fördermitglied in der Bildungslücke!
Kontaktieren Sie uns unter www.bildungsluecke-jena.de

2 Kommentare:

  1. Also Tutoren bei dem Bildungslücke e.V. sind nicht nur Professoren und Studenten der FSU Jena sondern auch straffällig gewordene Mitbürger, welche im e.V. ihre von der Staatsanwaltschaft Gera befohlenen Tagessätze per Stundensatz abarbeiten. So geben unter anderem Erschleicher von Leistungen (z.B. Schwarzfahrer in der Straßenbahn) Mathe-Nachhilfe an Kinder aus sozial problematischen Familien. Die Tatsachen sind nachzulesen in den Unterlagen der Staatsanwaltschaft Gera, Außenstelle Jena u.a. dort bei Fr. Fratscher.

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  2. Kommentar zum Kommentar

    Sehr geehrter Blogger,
    niemand hat behauptet, dass die Arbeit ausschließlich durch universitär geschultes Personal erfolgt.
    Da es immer unser Bestreben war die Kosten für die Nutzer in einem möglichst überschaubaren Rahmen zu halten, sind wir auf Mithilfe jeder Art angewiesen.
    Und generell gilt: Nicht jeder der Sozialstunden bei uns leistet wird als Nachhilfementor eingesetzt. Von 10 Sozialstundenleistenden ist in der Regel 1 geeignet. Es soll ja auch Studenten und anderweitig fähige Leute geben, die sich nicht 100%ig an die Gesetze halten.
    Und warum sollen diese Kandidaten ihre Auflagen nicht auf diese Weise erfüllen? Wenn das nicht sozial und gemeinnützig ist...

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